Friesenzucht Sabine Mehl

2010 und 2012 Auszeichnung mit
der "Silbernen Züchterplakette der FN" für "hervorragende Zuchtarbeit und Pferdehaltung"

Herzlich willkommen
...auf meinen Friesen-Seiten.

Seit 1991 beschäftige ich mich aktiv mit den Friesenpferden. Eine reine Herzensangelegenheit.
Mein Ziel ist es, dass Sie, wie ich, Ihr Herz an die Schwarzen verlieren.
Dafür habe ich seit 1993 im Friesenpferde-Zuchtverband e.V. und seit 2008 auch im Pferdestammbuch Weser-Ems alles über die „Friesen“ lernen dürfen .

Und irgendetwas habe ich wohl richtig gemacht, denn 2010 und 2012 zeichnete mich die Deutsche Reiterliche Vereinigung mit der „Silbernen Züchterplakette“ für „hervorragende Zuchtarbeit und Pferdehaltung“ aus.

      Ihre Sabine Mehl

Gute Vorbereitung ist schon das halbe Fohlen!

veröffentlicht in Aktuelles am Freitag, 01 Februar 2019.

Start in die neue Zuchtsaison

Gute Vorbereitung ist schon das halbe Fohlen!
Gute Vorbereitung ist schon das halbe Fohlen!
Gute Vorbereitung ist schon das halbe Fohlen!

 

Keine Angst vor der künstlichen Besamung. Mit ein paar Tipps kommen Sie schnell zu Ihrem Wunschfohlen. Überlassen sie nichts dem Zufall, denn dann geht Ihnen wichtige Zeit und unter Umständen auch viel Geld verloren. Das muss nicht sein!

 

Seit 1993 habe ich nun meinen Deckbetrieb. Zuerst nur Natursprung, inzwischen im 10. Jahr mit künstlicher Besamung. Ich habe es jedes Jahr wieder mit neuen Züchterinnen und Züchtern zu tun, die den großen Traum vom eigenen Fohlen träumen. Und jedes Mal muss ich sie unsanft zu Boden holen. Nicht um ihnen den Traum zu nehmen, ganz im Gegenteil, sondern mit ihnen den kürzesten und leichtesten Weg dorthin zu gehen. Denn in der künstlichen Besamung kommt es auf Fachkenntnis und Konsequenz an.
Aber keine Angst: Wir schaffen das! :-)

Liebe Züchterinnen und Züchter! Als erstes muss ich Ihnen ans Herz legen: Vielleicht müssen Sie sich für diesen Wunsch für eine kurze Zeit von Ihrem Haus-Tierarzt verabschieden! Genau DER, der bei Ihnen die Meerschweinchen auf Schnupfen untersucht, den Hund impft und ab und zu eine Wurmkur fürs Pferd in den Briefkasten wirft. (Ich übertreibe jetzt mal etwas...) Wir alle haben so einen Tierarzt und der soll auch bleiben. ABER: Hier geht es um Besamung, gynäkologische Untersuchung und Follikel-Bestimmung! Das ist etwas ganz anderes, ein großes Fachgebiet, wo viel Erfahrung und Gefühl eine ganz entscheidende Rolle spielt. Ansonsten wird es vielleicht unnötig teuer! Und mit noch mehr Pech, wird Ihre Stute zusätzlich gar nicht tragend. Punkt 1: Suchen Sie sich einen Tierarzt mit möglichst viel Besamungserfahrung!

Wenn Sie eine tragende Stute wollen, dann lesen Sie jetzt weiter...
OK, den Haustierarzt haben wir nun vielleicht für diese Zeit „beurlaubt“. Vielleicht hat er ja auch von sich aus auf eine Klinik, eine Zuchtstation oder auf einen anderen Kollegen hingewiesen, wo deutlich mehr Besamungsroutine und Erfahrung besteht. Dann behalten Sie diesen Tierarzt für alle anderen Sorgen und Nöte in Ihrer Tierwelt, denn er meint es wirklich gut mit Ihnen.

Sollte er das nicht getan haben, dann schicke ich Sie nun los, auf die Suche nach einem routinierten Tierarzt für Besamung und Gynäkologie am Pferd.

Denn damit steht und fällt Ihr Vorhaben!

Fahren Sie mit offenen Augen durch Ihre Umgebung. Gibt es größere Züchter in Ihrer Gegend? Stehen regelmäßig irgendwo Fohlen auf der Weide? Dann klingeln Sie dort. Nehmen Sie Kontakt zu diesem Züchter auf und fragen Sie ihn nach seinem betreuenden Tierarzt. Vielleicht gibt es in Ihrer unmittelbaren Umgebung auch eine Pferdeklinik, oder eine Besamungsstation, ein Gestüt für „normale“ Warmblüter? Dann nichts wie hin da! Klingeln und fragen. Selbst solche Stationen, wo wir als „Friesen-Außenseiter“ sofort denken nicht willkommen zu sein, nehmen meist auch andere Rassen zur Besamung auf. Bedenken Sie: so ein Laden muss sich heute auch finanzieren! All die teuren Geräte...
Keine Scheu, denn hier geht es um Sie und Ihre Stute. Und da ist die beste Betreuung gerade gut genug und zahlt sich nach hinten immer aus. 

So besteht für meine Züchter z.B. die Möglichkeit, die Stuten direkt ins Landgestüt Celle oder zu einer der weit verbreiteten Außenstellen zu bringen. Gegen eine Pauschale von 200 Euro werden dort alle Untersuchungen (Ultraschall/Follikel/Trächtigekeitsnachweis) in der kompletten Saison für diese Stute durchgeführt, zzgl. Boxen/Futtergeld pro Tag. Da dort alle Profis sind und Follikelkontrollen meist sogar 2 x täglich gemacht werden, ist mit einem Aufenthalt dort meist alles auf dem Punkt und die Stute ist schon beim ersten Mal tragend. Perfektes Team, perfektes Timing. Das ist meine Erfahrung dort. Gehen Sie die Sache also realistisch an und suchen Sie sich wirkliche Profis. Trennen Sie sich dafür auch mal kurzfristig von Ihrer Stute... am Ende sind Sie kürzer getrennt als Sie dachten und schneller am gewünschten Ergebnis. Und das ist dann wieder für alle gut!


Ein paar nützliche Tipps am Ende:

Planung: Legen Sie für sich und Ihre Stute einen ungefähren Zeitpunkt zur Bedeckung fest.

Bedenken Sie dabei: Eine Stute trägt ungefähr 11 Monate und +/- 11 Tage. Am Günstigsten für das Fohlen und dessen gesunde Entwicklung ist es, wenn es „ins erste Gras“ geboren wird, (d.h. April/Mai).

Rosse: Beobachten Sie den Zeitpunkt der Rosse Ihrer Stute und notieren Sie das Datum. In den Wintermonaten wird die Rosse der Stuten manchmal unregelmäßig. Deshalb ist es sinnvoll mehrere Rossedaten im Kalender zu notieren. Daraus kann man dann recht einfach den Zeitpunkt der kommenden Rosse, welche ggf. auch gleichzeitig der Zeitpunkt der Bedeckung sein würde, ableiten.

Tupferprobe: Vereinbaren Sie einen Termin (möglichst während einer Rosse) mit dem Tierarzt, um bei Ihrer Stute eine Tupferprobe entnehmen zu lassen. Bitten Sie Ihren Tierarzt gleichzeitig, die Eierstöcke der Stute abzutasten (Follikelkontrolle). In den Wintermonaten werden die Eierstöcke oft inaktiv. Nur wenn die Eierstöcke ihre normale Produktion wieder aufgenommen haben, kann eine erfolgreiche Bedeckung stattfinden. Deswegen mit der Follikelkontrolle die Aktivität der Eierstöcke überprüfen. Dabei sollte der Tierarzt wissen: Friesen-Follikel werden größer, als normale Warmblut-Follikel! Eine zu frühe „blinde“ Besamung bringt also keinen Erfolg. Auf jeden Fall den Eisprung kontrollieren.

Anmeldung: Alle Daten der Stute müssen dem Hengsthalter vor der ersten Bedeckung mitgeteilt/kopiert werden. Nutzen Sie dafür das vorbereitete Formular.

Impfungen: Vor dem Decken/Besamung sollten Sie sicher gehen, dass alle notwendigen Impfungen (Herpes, Influenza etc.) bei ihrer Stute noch wirksam sind. Gegebenenfalls die Impfungen vorher noch auffrischen lassen! Auch eine vorherige Wurmkur ist empfehlenswert.

Trächtigkeitsuntersuchung: 18 Tage nach der letzten Bedeckung sollte eine Ultraschalluntersuchung, zur Bestätigung der Trächtigkeit stattfinden. Damit die Stute im Falle der Nichtträchtigkeit nachbesamt werden kann.

Wenn Sie bis hierhin gelesen und nun Mut gefasst haben, dann ist es gut.
Aber eines möchte ich Ihnen noch mit auf den Weg geben: All das Positive, was ich nun vermitteln konnte, gilt nur für den Frischsamenversand durch eine renomierte und erfahrene Hengststation. Keine Hinterhof-Suppenküche o.ä. "Stationen".
Auch der Versand von Tiefgefriersperma ist bei bei Friesen eine ganz andere Hausnummer. Da gibt es zahlreiche Hochschul-Studien und Erfahrungsberichte durch Tierärzte, dass die Samenqualität bei Friesen im TG meist mehr als ungenügend ist. Also: Noch komplizierter im Umgang, höhere Kosten... Besser Finger weg!

Text: Sabine Mehl

 Ich wünsche allen Züchterinnen und Züchtern ein aufregendes und erfolgreiches Jahr!
Gerne können Sie mich zwecks weiterer Informationen und für Rat & Tat jederzeit kontaktieren.

Kommentare (1)

  • Simone

    22 Januar 2016 um 20:04 |
    Hallo, die beschriebenen Sachen in puncto Planung und Fehlplanung der Besamung und das vertrauensvolle Zusammenspiel aller Beteiligten scheiterte auch bei uns an der eigenen Tierärztin,die ihre ganz eigene Meinung zur Planung und Beratung hat. Als Laie ist man auf guten Rat angewiesen.Wäre Frau Mehl nicht so persönlich engagiert und kulant gewesen, hätte ich vielleicht sehr kopflos und traurig und verzweifelt aufgegeben. Sie hat sich persönlich dahinter geklemmt und viele Hebel in Bewegung gesetzt. Ihr persönlicher Zuspruch und das Ermutigen per Telefon war uns bisher eine große Hilfe! Durch eine renommierte Deckstation und Ärzten die sich damit intensiv befassen hat es bei uns dann spät aber auf Anhieb geklappt. Wir haben sehr viel Lehrgeld bis hierhin bezahlt und es sind viele Tränen geflossen aber durch so viel Engagement von Frau Mehl und dem Gestüt Celle sind wir nun guter Dinge und freuen uns, dass bis jetzt alles gut läuft. Ein herzliches Dankesschön an dieser Stelle!

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